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Auch in diesem Jahr hat die Firma Rheinzink GmbH & Co.KG mit unserer Fachklasse für Spengler im zweiten Ausbildungsjahr wieder eine Lötschulung durchgeführt. Die Schüler erfuhren in einem einstündigen Vortrag zuerst die Grundlagen des Materials Titanzink, wie es zusammengesetzt ist und wie der doch aufwendige Herstellungsprozess abläuft. Danach wurden die richtige Lagerung und der Transport von Tafelblechen und Coilen behandelt und auch gezeigt zu welchen Schäden Feuchtigkeit führen kann. Durch einen eindrucksvollen Versuch wurde die enorme Ausdehnung von Zinkblechen gezeigt. Weiterhin wurde besprochen, wie man mit dieser enormen Ausdehnung fachgerecht umgeht, um Schäden an der Dachkonstruktion zu vermeiden.

Ebenfalls in der Theorie wurden die Vor- und Nachteile der Arbeitsmittel, welche zum Löten nötig, erklärt. Danach ging es in den praktischen Teil der Schulung. In zwei einfachen Versuchen wurde den Auszubildenden die Kapillarwirkung veranschaulicht. Anschließend wurde gezeigt, warum es wichtig ist, sein Material zu entgraten und zum Löten mit Flussmittel vorzubereiten. Mit diesem Wissen durften die Auszubildenden das Löten von walzblankem und vorbewittertem (also künstlich gealtertem) Material üben. Die anfänglichen Schwierigkeiten wurden bei jedem Versuch besser und es wurde noch ein weiterer Bestandteil der Schulung geübt, das Löten von Rinnen. Auch hier wurden die unterschiedlichen Materialien der Firma Rheinzink GmbH & Co.KG verwendet. Die Auszubildenden versuchten diese Lötverbindungen durch Auseinanderreißen zu trennen, was bei einer ordentlichen Lötnaht aber nicht mehr möglich war, da eine Festigkeit erreicht wurde, die dem eigentlichen Material entspricht. Am Ende der Schulung gingen die Auszubildenden durch die fachliche Anleitung unseres Handwerksberaters und Spenglermeisters der Firma Rheinzink GmbH & Co.KG, Markus Noll, mit sauber gelöteten Blechen und Rinnen in den Händen in die Abschlussbesprechung. Hier erhielten die Teilnehmer einen Qualifikationsnachweis über die erfolgreiche Teilnahme an der Lötschulung. Die Schüler bedankten sich bei unserem Referenten und auch ich möchte danke sagen für die praxisorientierte Durchführung.

FL Jens Roth

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